Chronik der Schutzhütte Sichertshausen

 

Der TTC Sichertshausen veranstaltete sehr bald nach seiner Gründung ein jährlich stattfindendes Lampionfest.  Da keine feste Einrichtung zur Verfügung stand und eine Zeltausleihung zu viel Geld gekostet hätte, baute man immer wieder ein provisorisches Zelt aus Stangen und Planen.

 

Aber die Sehnsucht nach einem festen Standort bestand weiter. Auch der Gesangverein hatte keine feste Bleibe für sein jährliches Kinderfest. So reifte der Gedanke, eine Schutzhütte zu bauen.

 

Im Fühjahr 1973 waren die Vorplanungen fertig und der Bau konnte beginnen.

 

Das Grundstück und das Holz wurde von den Waldinteressenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Unter der Leitung von Förster Walter Rusch wurde von den Mitgliedern des TTC, der FFW und des Gesangvereins das Holz geschlagen. Danach wurde nach Zeichnung und Stückliste des damaligen TTC-Vorsitzenden Berthold Schwarz die Schutzhütte auf einer Fläche von 8*12m² = 96 m² unter Beteilungung von TTC, FFW und Gesangverein erstellt. Von den genannten Vereinen wurden jeweils 200,00 DM für den Bau aufgebracht und einer Schutzhüttenkasse zugeführt. Die Verwaltung übernimmt Erwin Findt. Die Kasse führt Reinhard Lauer.

 

Im Herbst 1973 wurden von TTC und Gesangverein  insgesamt weitere 500,00 DM aufgebracht.

 

Im Frühjahr 1980 werden von Hans Dietz kostenlos zwei Toilettenhäuschen beschafft und von den TTC-Mitgliedern Reinhard Lauer und Erwin Findt entrostet und gestrichen.

 

Im Frühjahr 1981 besorgt der TTC von der Fa. Häuser, Lollar, zwei große Tische. Diese werden instandgesetzt und in der Schutzhütte aufgestellt.

 

Im Herbst 1981 werden 8 Tischgarnituren mit einem Gesamtwert von 1440,00 DM angeschafft. An den Kosten beteiligen sich zu gleichen Teilen:

 

TTC, FFW, Gesangverein, Burschenschaft, SPD Ortsverein und zwei Sichertshäuser Geschäftsleute.

 

Dann beginnen unter Federführung von Erwin Findt die Arbeiten zur Schutzhüttenerweiterung um 4*8m² auf 16*8m²

gleich 128m². Für Baggerarbeiten werden von TTC, FFW und Gesangverein je 30,00 DM aufgebracht.

 

Die Holzkonstruktion mit Verkleidung und Dach wird erstellt. Das Holz stellen wieder die Waldinteressenten kostenlos zur Verfügung.


Im Frühjahr 1982 wird der Grill gemauert und das Dach komplett neu eingedeckt.

Den Grill mauert Bernd Seckinger. Den Grillrost schweißt Heinrich Becker. Den Grillabzug erstellen Willi Jung und Adam Findt. Die kosten für den Grill (300,00) und die Dacheindeckung (1000,00) betragen 1300,00 DM

 

Im Sommer 1982 wird von Heinz Jung und Erwin Findt die 4. Gaslampe installiert.

Die Kosten für Lampe und Material betragen 120,00 DM.

 

Im Frühjahr 1983 werden von der Firma Felden in Marburg durch Organisation von Fritz Feyh, Erwin Findt und Heinrich Schneider 3 große Bänke und 8 Tische kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit ist eine ständige 'Bestuhlung' vorhanden.

 

Mit Planung von Erwin  Findt, Hans Dietz und Reinhard Winzer wird außerdem ein 5cm starker Betonboden eingebracht. Die Kosten dafür betragen 800,00 DM.

 

Von Christine Schneider werden 250 Gläser für die Vereine zur Verfügung gestellt.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden für Erstellung und Erhaltung von den Mitgliedern der Ortsvereine ca. 1200 Stunden aufgewendet und von den Vereinen ca. 4850,00 DM an Kosten erbracht. Spenden von Gemeinde und Kreis betrugen 360,00 DM. Der Wert des kostenlos gelieferten Holzes der Waldinteressenten ist bisher nicht bekannt.

 

Im Frühjahr 1989 wird das Dach der Schutzhütte mit Bitumenspachtelmasse ausgebessert, neue Planen angebracht und eine PVC-Dachrinne installiert.

 

Im Dezember 1989 übernimmt Willi Jung von Erwin Findt die Verwaltung der Schutzhütte.

 

Im Januar 1990 wird das vordere Drittel der Schutzhütte durch einen Sturm bzw. umgefallene Bäume schwer zerstört.

Der Wiederaufbau wird durch die Ortsvereine mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde vorgenommen. Die Organisation übernimmt Karlheinz Lemmer.

 

Im Sommer 1990 wird ein 3 kVA Stromaggregat angeschafft. Die Installation von Lampen und Steckdosen wird von Erwin Findt vorgenommen.

 

Im November 1990 wird der mittlere Teil der Schutzhütte durch einen Sturm schwer zerstört.

 

Im Januar 1991 wird von Karlheinz Lemmer der Wiederaufbau organisiert. Die Gemeinde gibt erneut finanzielle Unterstützung.

 

Am 20.4.1991 wird eine Festveranstaltung zu Gunsten der stark geschwächten Schutzhüttenkasse durchgeführt.

 

1993 wurden die alten Toilettenhäuschen entfernt und Chemietoiletten aufgestellt.

 

Im Herbst 1997 wurde von Heinrich Schneider,  Thomas Schneider,  Thorsten und Dieter Schwing, sowie Reinhard Lauer und Erwin Findt der hintere Teil des Schutzhüttendaches neu eingedeckt.

 

Im Dezember 1998 übergibt Willi Jung die Schutzhüttenverwaltung an Reinhard Lauer.

 

Im Frühjahr 1999 wurde ein neues 5.5 kVA Stromaggregat mit einem Kostenaufwand von 5750,00 DM angeschafft.  Die Vereine SPD Ortsverein Sichertshausen und Posaunenchor beteiligen sich mit je 300,00 DM, der TTC Sichertshausen, die Burschenschaft Sicartus und der Gesanggverein Eintracht beteiligen sich mit je 500,00 DM an der Anschaffung. Aus der Schutzhütten-Gemeinschaftskasse kommen einmal 500,00 DM und noch einmal 500,00 DM aus dem Verkaufserlös des Altgerätes. Damit trägt die Gemeinschaft der o. g. Vereine in Verbindung mit der Schutzhüttenkasse etwas mehr als 50% der Anschaffungskosten des leistungsstärkeren Neugerätes.

Weil es auch für Feuerwehrzwecke benutzt wird, fallen weitere Kosten für Fahrzeugeinbau, Beleuchtungssatz und Flutlichtstrahler an. Die Gemeinde beteiligt sich daran mit  1000,00 DM und an Bürgerspenden kommen 1090 DM zusammen. Den verbleibenden Restbetrag von ca. 4800,00 DM trägt die Freiwillige Feuerwehr Sichertshausen.

 

Im Sommer 2003 wurde das Schutzhüttengelände wegen zunehmend wilder Benutzungen und damit verbundenen Verunreinigungen und auch  Zerstörungen mit einer  Umzäunung und einem verzinkten Metalltor versehen.

 

Im Dezember 2003 übergibt Reinhard Lauer aufgrund seiner Tätigkeit als Ortsvorsteher die Schutzhüttenverwaltung an Karlheinz Lemmer.

 

In 2004 wurden Bereiche des Daches mit neuen Bitumenbahnen eingedeckt.

 

In 2006 wurden 3 Stehtische angeschafft.

 

In 2008 wurden Teile des östlichen Daches neu verbrettert und weite Bereiche des Daches mit neuen Bitumenbahnen versehen.

 

Im Mai 2009 übergibt Karlheinz Lemmer die Schutzhüttenverwaltung an Erwin Findt, der bei der Gründung des Förderverein Unser Dorf Sichertshausen als Beisitzer Schützhütte gewählt wurde.

 

Im Sommer 2009 wurden der Zaun um die Schutzhütte und die Torpfosten erneuert. Die benötigten 26 Holzpfosten wurden von den Waldinteressenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Metallpfosten für das Eingangstor wurden ebenfalls kostenlos von der Familie Winkler beschafft. Die vorhandenen Tischgarnituren wurden technisch überprüft, repariert, geschliffen und neu lackiert. Der Spültisch wurde instandgesetzt. Das ehemalige 3 kVA Stromaggregat wurde  zurückgekauft und steht nun wieder für kleinere Veranstaltungen in der Schutzhütte und für Arbeiten des Fördervereins Unser Dorf Sichertshausen zur Verfügung.

Im Rahmen weiterer Verschönerungsmaßnahmen wurden die alten Windschutzplanen  ersetzt und der Thekenbereich erhielt einen Betonboden. Die fest montierten Bänke , die Theke und die Grilltheke wurden geschliffen und lackiert. Die mobilen Tische in der Schutzhütte wurden überarbeitet und gestrichen.

 

Frühjahr 2010: Die Hölzer an Grill- und Getränketheke und die Außenbrüstung erhielten einen Lasuranstrich. Undichte Stellen am Dach wurden mit Bitumenspachtelmasse abgedichtet. Die Dornen- und Brennnesselbereiche entlang der hinteren Umzäunung wurden entfernt, der Boden aufgefräst und neu eingesät. Die alten Bitumenreste wurden der Entsorgung zugeführt. Der große Stehtisch wurde durch variable Stahlbeine für die mobile Benutzung hergerichtet.

 

November 2015: Die immer mehr wasserdurchlässige Bitumeneindeckung  wurde im November 2015 durch eine komplett neue Dacheindeckung aus Profilblech ersetzt.

 

Frühjahr/Sommer 2016:  Wegen Bodensetzungen wurden drei Betonfelder des Fußbodens mit neuem Untergrund und einer anschließenden Betonstein-Pflasterung versehen. Für die Stromversorgung wurde ein neuer Generator angeschafft.  Hölzer wurden entrindet und neu gestrichen.

 

Frühjahr/Sommer 2017: In 2017 erhielt die Schutzhütte eine Theke mit Ablaufbrett und Spülbecken. Die Streicharbeiten an den Holzteilen wurden fortgesetzt. Im Außenbereich wurde der alte Zaun inkl. Pfosten komplett entfernt und neuer Zaun mit langlebigen Pfosten aus verstärktem Recyclingkunststoff und verzinktem Stahlgeflecht montiert.

 

Sommer/ Herbst 2018: In 2018 wurden eine Sitzgruppe mit zwei Bänken und einem Tisch aus verstärktem Recyclingkunststoff installiert. Die waldseitige Rückwand wurde verbrettert und bietet nun einen besseren Schutz auch vor Zugluft. Das unebene Außengelände wurde soweit möglich begradigt und mit Erde abgedeckt, neu eingesät und gewalzt.